Angststörungen (F40 - F41)Depressive Störungen (F30 - F34)Anpassungs- und Belastungsstörungen (F43.0 - F43.2)Akute Belastungsreaktionen (F43.0)Anpassungsstörungen (F 43.2)Posttraumatische Belastungsstörungen (F43.1)Somatoforme Störungen (F45)Psychische Probleme bei körperlichen ErkrankungenLern- und Aufmerksamkeitsstörungen (F81.0, F81.1, F81.2, F90, F90.1)
Zur Häufigkeit von Anpassungs- und Belastungsstörungen gibt es keine verlässlichen Studien. Es wird von 0,3 - 0,6% Wahrscheinlichkeit ausgegangen.

Anpassungs- und Belastungsstörungen (F43.0 - F43.2)

Menschen sind eigentlich sehr gut in der Lage, sich an unterschiedliche Lebensbedingungen anzupassen und mit den verschiedensten Belastungen fertig zu werden. Wenn Belastungen jedoch völlig unerwartet auftreten, bzw. so schwerwiegend sind, dass sie seelisch verletzen oder wenn Veränderungen so umfangreich sind, dass sie die vorhandene Anpassungsfähigkeit überfordern, entwickelt der Mensch Anpassungs- oder Belastungsstörungen.

 

In diesen Formenkreis gehören auch psychische Traumatisierungen. Zu einem Trauma kommt es, wenn das Ereignis die psychischen Belastungsgrenzen eines Menschen übersteigt und nicht angemessen verarbeitet werden kann. Beispiele hierfür sind: Gewalt, Krieg, Mord, Folter, Vergewaltigung, Misshandlungen, sexueller Missbrauch, Unfälle, Katastrophen oder Krankheiten. Mitunter kann schon traumatisierend wirken, wenn man bloß hilfloser Augenzeuge solcher Ereignisse war.

 

Man unterscheidet demnach eine übermäßig starke Reaktion auf eine gerade aufgetretene Belastung (akute Belastungsreaktion) von der etwas später einsetzenden Reaktion auf eine deutliche Veränderung der Lebensbedingungen (Anpassungsstörung) und der mangelnden Verarbeitung einer verletzenden Lebenserfahrung (posttraumatische Belastungsstörung).

Psychotherapeutische Praxisgemeinschaft Hobbje & Schmees