Angststörungen (F40 - F41)Depressive Störungen (F30 - F34)Anpassungs- und Belastungsstörungen (F43.0 - F43.2)Somatoforme Störungen (F45)Somatisierungsstörung (F45.0)Hypochondrie (F54.2)Somatoforme autonome Funktionsstörung (F45.3)Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F45.4)Psychische Probleme bei körperlichen ErkrankungenLern- und Aufmerksamkeitsstörungen (F81.0, F81.1, F81.2, F90, F90.1)

Somatoforme Störungen (F45)

Als somatoforme Störungen werden körperliche Beschwerden bezeichnet, die sich nicht oder nicht hinreichend auf eine organische Erkrankung zurückführen lassen. Solche Symptome können alle Organsysteme betreffen. Neben allgemeinen Symptomen wie Müdigkeit und Erschöpfung stehen vor allem Schmerzsymptome an vorderster Stelle der Beschwerden.

 

Man unterscheidet dabei die Somatisierungsstörung, bei der häufig wechselnde, unterschiedliche körperliche Symptome genannt werden, von der somatoformen autonomen Funktionsstörung, bei der die Symptome einem Organsystem zuzuordnen sind und der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, bei der vorwiegend andauernde schwere quälende Schmerzen genannt werden. In diesem Zusammenhang ist auch die hypochondrische Störung zu nennen, bei der Patienten trotz unauffälliger medizinischer Befunde überzeugt sind, an einer oder mehreren schweren fortschreitenden körperlichen Erkrankung(en) zu leiden.

 

Somatoforme Störungen treten bei 80% der Bevölkerung zumindest zeitweise auf, gehen in der Regel aber "von selbst" vorüber und werden kaum beachtet. Bei einigen Personen (zwischen 4% und 20%) können sich diese Beschwerden aber chronifizieren und eine zentrale Rolle im Leben einnehmen. Sie gehören zu den häufigsten Störungsbildern bei Allgemeinärzten und Allgemeinkrankenhäusern.

Psychotherapeutische Praxisgemeinschaft Hobbje & Schmees